Kolumne von Sandro Witt im FW - Teil 5
Schwimmbad, Schloss und SOS
Liebe Mitmenschen, nach dem ich letzte Woche, animiert durch Gespräche zum Thema Rente, etwas intensiver politisch formuliert habe, berichte ich dieses Mal gerne wieder von meinen Erlebnissen.
Vor einer Woche besuchte ich das Haus der Wirtschaft in Suhl. Dort empfing mich der Hauptgeschäftsführer der Südthüringer IHK, Dr. Ralf Pieterwas, zu einem ausführlichen Gespräch zur Lage der Wirtschaft. Ich bin dankbar für dieses offene Gespräch, hat es mich doch vor allem in meiner Position bestärkt, dass wir bei Ausbildungs- und Fachkräftefragen richtig zu tun haben werden. Seit vielen Jahren arbeiten wir an diesem Thema in einer landesweiten Allianz für Ausbildung zusammen und werden diese fruchtbare Zusammenarbeit in den nächsten Jahren noch weiter verstärken.
Am Nachmittag dann, bevor ich zu weiteren Terminen nach Schmalkalden durfte, ging es ins Ottilienbad, um einer meiner sportlichen Leidenschaften nachzukommen. Vor dem CCS sprach mich eine Frau direkt an und erklärte, wie wichtig es sei, Suhl attraktiver vor allem für junge Menschen zu machen. Wir waren schnell einig, dass eine gute Ausbildung und die Übernahme in den Betrieb ein zentraler Baustein bei diesem Thema ist.
Beim Schwimmen dann eine Überraschung. Direkt im Wasser sprach mich ein Mann an. Ehemaliger Lehrer. Wir sprachen vor allem über Bildung und Chancengerechtigkeit und warum vor allem die Vermittlung von Grundwerten wichtig ist. Ich muss zugeben: Ich mag diese Art von Wahlkampf. Direkt und persönlich.
Am späten Nachmittag folgte ich der Einladung zu einem Gespräch mit Betriebsräten aus der Region in und um Schmalkalden. Diese Gespräche sind mir wichtig und ich bin immer wieder beeindruckt, was ein Betriebsrat für die Menschen im Unternehmen so alles über Betriebsvereinbarungen regeln kann.
Am nächsten Tag dann Meiningen. Treffen des ehrenamtlichen Wahlteams. Pläne schmieden, politisch diskutieren & endlich Fotos für die sozialen Medien aufnehmen. Ich bin dankbar für dieses kreative Team.
Samstag durfte ich dann die Festrede bei der Jugendweihe in Suhl sprechen. Hier wird ein Grundwert vermittelt, der mir auch persönlich wichtig ist. Mitmenschlichkeit. Direkt danach besuchte ich noch den Familientag auf dem SOS-Festival in Suhl und half einem mir ans Herz gewachsenem Verein noch beim Abbauen. Falls ihr mitlest. LG und danke für den Slushie.
Am Sonntag standen mehrere Termine in Hildburghausen an. Unter anderem durfte ich mit dem Bürgermeister die städtischen Sportstätten besichtigen und mir ein Bild von den anstehenden Planungen machen. Wir sprachen aber auch über die Situation des Krankenhauses und wie wir uns bei diesem wichtigen Thema vernetzen können.
Hier schließt sich dann auch der Kreis zu meinen Besuchen zu Gesprächen in Schmalkalden und Meiningen. Gesundheit ist leider an vielen Stellen reine Ware. Mit Abrechnungssystemen, die dafür sorgen, dass Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt steht. Eine Betriebsrätin berichtete mir davon, dass ihre Klinik auch deshalb in die roten Zahlen kommt, weil bestimmte Operationen nicht gemacht werden, die aber viel Geld bringen.
Ich werde mich, so ich die Chance bekomme, in Berlin dafür stark machen, dass die Menschen und ihre Gesundheit wieder in den Mittelpunkt dieses Systems rücken.
Heute geht’s aber erst mal zum Prinzen aufs Schloss.

