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Menschen haben Rechte, weil sie Menschen sind

Die Linke war in den letzten Jahren zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember in Suhl immer auf der Straße. Das geht dieses Jahr wegen Corona nicht, aber es ist und bleibt uns wichtig! Die Gründe liegen in einer selbstkritischen Aufarbeitung der Vergangenheit, denn kein noch so ideell oder materiell großes Interesse legitimiert dazu, Menschen dieser grundlegenden Rechte zu berauben. Aber wir nehmen auch die Realitäten der Gegenwart zur Kenntnis. Die Entfaltung des Kapitalismus mit seinen massiven Verwerfungen, immer brutalere Kriege, aber auch Armut und Unterentwicklung in vielen Ländern sowie eine ökologische und Klimakrise Krise machen deutlich, dass der Begriff der Menschenrechte keine Schlagwort bleiben darf. Wenn wir heute die Entwicklungen in der Welt, besonders auch im Zeichen der Corona-Krise betrachten, dann zeigt sich, dass arme und alte Menschen, Kranke, Kinder, Frauen, Geflüchtete, Menschen mit Behinderung und anderer Hautfarbe besonders betroffen sind und leiden.


"Die Menschenrechtsverletzungen von heute sind die Massaker von morgen." - sagte Kofi Annan, der aus Ghana stammt und von 1997 bis 2006 der siebte Generalsekretär der Vereinten Nationen war. Das stimmt uns sehr nachdenklich. Menschenrechte im Kleinen wie im Großen in den Blick zu nehmen, ist ein aktuelles Thema und wir verfolgen das sehr konsequent. So sind wir als Vertreterin der Suhler Friedensinitiative kürzlich dem bundesweiten Netzwerk für Rüstungskonversion beigetreten. Junge Linke sind gemeinsam mit dem Bündnis für Demokratie, Toleranz und gegen Rechtsextremismus unter dem Motto „Gemeinsam durch die Pandemie, Solidarität statt Egoismus und Verschwörungsmythen“ unterwegs. Sie setzen dieses Zeichen, während Coronaleugner gemeinsam mit alten und neuen Nazis auch in Suhl gegen die vermeintliche Versagung von Freiheitsrechten protestieren. In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 heißt es, dass jeder Mensch Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte hat. Dazu gehört neben den Freiheitsrechten an vorderster Stelle das Recht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit für jeden Menschen. Da schließt sich der Kreis, denn individuelle Freiheit muss begrenzt werden, wo Leben und Gesundheit anderer gefährdet ist.


Und so sehen wir den Internationale Tag der Menschenrechte in diesem Jahr in ganz besonderem Licht. Die Suhler Linke sagt: Unsere Alternative heißt Solidarität. Unser Wunsch: Sind Sie dabei und bleiben Sie gesund.


Ina Leukefeld, Stadtvorsitzende DIE LINKE SUHL
 


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