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Kolumne von Sandro Witt im FW - Teil 3

Liebe Mitmenschen, das Gespräch mit der Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer in Südthüringen war erwartungsgemäß sehr aufschlussreich. Die Lage des traditionsreichen Südthüringer Handwerks ist in der Gesamtschau eigentlich recht gut. Die Auftragsbücher in den meisten Gewerken sind gut gefüllt. Wäre da nicht die extrem angespannte Weltmarktsituation. Das Fehlen von Werkstoffen macht dem Handwerk derzeit richtig zu schaffen. Stichwort: Lieferengpässe. Das lässt nebenbei leider auch die Preise explodieren. Die durch die Pandemie sowieso schon gebeutelten, meist familiär geführten Kleinst- und Kleinbetriebe können in einer solchen Situation leider nicht durchstarten und werden ein zweites Mal massiv herausgefordert. Hier lohnt ein kurzer Blick nach Berlin und ich kann es kurz machen. Aus Sicht des Bundes regelt diese Probleme natürlich der Markt. Ich sehe das anders. Es ist Aufgabe der Bundesregierung hier zielgenaue Abhilfe zu schaffen und die Rahmenbedingungen auch mit Eingriffen in den Markt für das regionale Handwerk zu verbessern. Das geht auch im Kapitalismus. Die Bundesregierung sieht es leider anders. Das zweite intensive Thema unseres Gesprächs waren Ausbildung und Berufsschulstandorte. Das kann ich als langjähriger DGB Vorstand für Bildung & Handwerk abkürzen. Die Landkreise & kreisfreien Städte und auch die Landesregierung sollten bei der Planung der Berufsschulstandorte verstärkt auf die Handwerkskammern hören. Wer weiß denn besser, wie sich die Ausbildungssituation entwickelt, als die in Handwerk und auch in der IHK organisierten Unternehmensleitungen und gewerkschaftlichen Vertretungen in den zuständigen Ausschüssen? Hier ist noch viel zu tun und ich bleibe da am Ball. Wissen Sie übrigens, was mich richtig aufregt? Wenn Unternehmensleitungen der Meinung sind, Gewerkschaften den Zutritt zu den Beschäftigten zu verwehren. Dieser Tage machte mich der Geschäftsführer der NGG darauf aufmerksam, dass das beliebte Traditionsunternehmen Viba gar nicht in der Tarifbindung ist und die Beschäftigten damit tatsächlich auf wichtige Euros im Monat verzichten müssen. Außerdem hätte es, so wird es hinter vorgehaltener Hand erzählt, Versuche gegeben einen Betriebsrat zu gründen und das Unternehmen hätte das behindert. Das klingt so gar nicht nach süßen Nougatstangen sondern eher nach saure Gurken Zeit für die künftige Rente. Ich mag es hier nur kurz anbieten. Bevor es ein Konflikt wird. Ich freue mich immer, wenn ich meine Erfahrungen im Vermitteln zwischen Kapital und Arbeit einbringen kann. Liebe Viba Geschäftsleitung. Einfach melden und ich komme vorbei und wir suchen nach Lösungen. Apropos Kapital und Arbeit. Seit einiger Zeit gibt es Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Einzelhandel. Am Mittwoch gab es eine große Warnstreikversammlung. Gerne habe ich dort gesprochen und die Beschäftigten in ihren Forderungen unterstützt. Nicht nur, aber auch, weil die Kolleginnen während der Pandemie durchgebuckelt haben und neben den Pflegekräften am krassesten den Gefahren ausgesetzt waren. Am Ende will ich noch Danke sagen. An die Kulturbaustelle in Suhl für die Einblicke in Eure derzeit sehr schwierige Arbeit und an die tollen Kolleginnen im Schwimmbad in Goldlauter, die mit hohem persönlichem Aufwand die Abkühlung im Sommer möglich machen.


Termine

  1. 09:00 - 13:00 Uhr

    EINLADUNG zur Mitgliederversammlung

    Hiermit lade ich dich herzlich zu unserer Mitgliederversammlung  am Samstag, d. 6. 11. 2021 in der Zeit von 9.00 bis 13.00 Uhr im Hotel Michel in Suhl ein.  Tagesordnung:  Begrüßung und Wahl der Tagungsleitung Beschlussfassung der Tagesordnung Wahl der der Mandatsprüfungskommission, der Wahlkommission und der Redaktionskommission Bestätig... mehr

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