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Gesamtmitgliederversammlung mit Rückblick auf 30 Jahre Suhler LINKE

Zu Beginn der Veranstaltung wurden mittlerweile traditionell aktive Mitglieder für ihr Engagement geehrt. Das waren Helmut Bessner, Ilona Burandt, Klaus Lamprecht, Anneliese Weislederr, Manfred Klinger, Eckhard Griebel sowie Helmut Weisleder. Zudem gedachten die Gonossinnen und Genossen in einer Gedenkminute unserer in diesem Jahr Verstorbenen. Anschließend zog die Vorsitzende Ina Leukefeld Bilanz mit Blick auf die aktuelle Situation in Stadt, Land und Bund, aber blickte auch zurück „auf 30 Jahre rote Socken“.

Die Suhler Linken haben während ihrer Mitgliederversammlung einstimmig den Beschluss gefasst, energisch dafür einzutreten, dass in Suhl keine Kriegswaffen produziert werden. Sie wenden sich an alle Politiker der Region Südthüringens im Bundestag sowie im Thüringer Landtag, um ihre Position deutlich zu machen. „Dazu gehört das Verbot von Produktion und Export von Kriegswaffen. Dafür soll die Produktion auf zivile Produkte umgestellt werden“, heißt es in dem Beschluss. Um die Umstellung von militärischen Gütern auf zivile Produkte zu unterstützen, wird der Beitritt zum Netzwerk Rüstungskonversion Thüringen angestrebt.

Zum Beschlußtext:

  1. DIE LINKE SUHL tritt energisch dafür ein, dass in Suhl keine Kriegswaffen produziert werden. 
  2. Wir wenden uns an alle Politiker Deutschlands, der Region Südthüringen im Bundestag sowie im Thüringer Landtag, um unsere Position deutlich zu machen. Dazu gehört das Verbot von Produktion und Export von Kriegswaffen, dafür die Umstellung der Produktion auf zivile Produkte.
  3. Wir setzen uns dafür ein, dass die Suhler Friedensinitiative reaktiviert, erneuert und bekräftigt wird und treten dazu u.a. mit dem Bündnis für Demokratie, Toleranz, gegen Rechtsextremismus sowie Fridays for Future in Verbindung. 
  4. Wir werden dem Netzwerk Rüstungskonversion Thüringen beitreten, um die dortigen Bemühungen für die Umstellung der Produktion von militärischen Gütern auf zivile Produkte zu unterstützen. 

Begründung: 

Rüstungsgüter werden überall auf der Welt zur Absicherung von Herrschaft und Interessen genutzt. Sie tragen bei zu Krieg, Hunger, Flucht und Tod, vertiefen soziale Ungerechtigkeiten und befördern die Eskalation von Konflikten. Ihre Produktion führt zu einer gigantischen Ressourcenverschwendung und ihr Einsatz zur Zerstörung von Lebensräumen. 

Das Vorhandensein militärischer Kapazitäten in Konfliktgebieten verhindert ein ernsthaftes Bemühen um zivile Konfliktlösungen. Rüstungsexport gilt darum in weiten Teilen der Gesellschaft als ethisch unvertretbar. Deutschland gehört gleichwohl zu den größten Rüstungsexporteuren der Welt. In Suhl, der Stadt des Friedens seit 1991, sollen entsprechend den Traditionen Jagd- und Sportwaffen, aber keine Kriegswaffen produziert werden.  

Das Netzwerk Rüstungskonversion Thüringen ist aus der 2015 gegründeten „Initiative für einen

Thüringer Rüstungskonversionsfonds“ hervorgegangen und richtet seinen Fokus auf die unterschiedlichen Facetten von Rüstungskonversion. Das wollen wir durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen unterstützen.


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