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Erinnern an Friedberg-Widerstandsgruppe

In kleinem Rahmen gedachten am Dienstag Mitglieder der Basisgruppe Suhl/Südthüringen des TVVdN/BdA der Hinrichtung von Suhler Antifaschisten vor 76 Jahren.

Mitglieder der Basisgruppe des Thüringer Verbandes der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (TVVdN/BdA) trafen sich am Dienstag an der Gedenkstätte auf dem Alten Friedberg, um an die Ermordung von Suhler Antifaschisten der Friedberg-Widerstandsgruppe vor 76 Jahren in Weimar zu erinnern. „In den ersten Januartagen vor 76 Jahren wurden acht Mitglieder der Widerstandsgruppe im Landgerichtsgefängnis Weimar hingerichtet. Adolf Anschütz, Emil Eckstein, Alfred Gerngroß, Rudolf Gerngroß, Friedrich Heinze, Ernst König, Emil Recknagel, Minna Recknagel, Karl Stade und Ewald Stübler wurden des Hochverrates angeklagt und zum Tode verurteilt“, so Elke Pudszuhn vom Sprecherrat der Basisgruppe. Was war ihr Verbrechen? Sie und weitere Antifaschisten organisierten den Widerstand in den Rüstungsbetrieben und erwiesen den ausländischen Zwangsarbeitern sowie den Kriegsgefangenen solidarische Hilfe.

Emil Eckstein und Alfred Gerngroß verstarben Ende 1944 an den Folgen grausamer Misshandlungen durch die Nazis in Gestapohaft.

Über die Hinrichtung von Mitgliedern des Suhler Widerstandes im Landgerichtsgefängnis Weimar berichtete der Oberstaatsanwalt in Weimar an den Generalstaatsanwalt in Jena in zynischer Weise: „Bei 8 Männern und 1 Frau handelt es sich um die Suhler Hochverräter für den Volksgerichtshof. Es ist das erste Mal, dass hier 10 Hinrichtungen auf einmal erfolgen. Solche Massenexekutionen stellen erhebliche Ansprüche an die Wendigkeit und an die Nervenstärke aller beteiligten Beamten. Trotz hemmender äußerer Umstände (keine Heizung, kein Wasser) ist alles reibungslos in verhältnismäßig kurzer Zeit abgegangen.“

Die Mitglieder der Basisgruppe Suhl/Südthüringen des TVVdN/BdA, Angehörige und Suhler Bürger haben jedes Jahr am 5. Januar an der Gedenkstätte an der Wendeschleife Alter Friedberg der Ermordeten gedacht und daran erinnert, dass Krieg und Terror immer Opfer zu beklagen haben. Da eine Zusammenkunft zum Gedenken coronabedingt nicht möglich war, legten nur einige Mitglieder Gebinde nieder.


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