25. Februar 2014 Ina Leukefeld

Zum 8. März - dem Internationalen Frauentag

Wo stehen wir nun in Suhl? In Suhl ist der Frauenanteil bei 30%, denn von 36 Sitzen im Stadtrat sind 11 mit Frauen besetzt. Das ist zwar von der Hälfte noch deutlich entfernt, aber immerhin besser als der Durchschnitt in Thüringen. Stadträtinnen gibt es 4 in der Fraktion DIE LINKE, jeweils 2 bei der SPD, bei AKTIV für Suhl und den FREIEN WÄHLERN, eine Frau bei der CDU.
Mit Karin Müller (SPD) und Ingrid Ehrhardt (FW) gibt es zwei Frauen als Fraktionsvorsitzende, als Vorsitzende des Sozialausschusses bin ich leider die einzige Ausschussvorsitzende.
Auf Anregung des Landesfrauenrates Thüringen, die rechtlichen Möglichkeiten zur Einführung
einer Frauenquote bei den Kommunalwahlen zu prüfen, wurde auf Bitte der Fraktion DIE LINKE
ein Gutachten durch den wissenschaftlichen Dienst des Landtages erstellt. Im Ergebnis ist
festzustellen, dass aus verfassungsrechtlichen Gründen die Einführung einer Frauenquote bei den Kommunalwahlen offensichtlich nicht in Erwägung gezogen werden kann. "Es bleibt somit nur der Weg, durch eine gezielte Förderung und Unterstützungsmaßnahmen die Parteien und Wählergruppen zu motivieren, Frauen bei der Aufstellung der Listen besonders zu berücksichtigen", sagt Ina Leukefeld als Mitglied im Gleichstellungsausschuss des Thüringer
Landtages. Und weiter: "Wir sollten auch in Suhl überlegen, wie die Mandatsausübung durch
Frauen besonders zu unterstützen wäre. Dazu gehören unter anderem familienfreundliche
Sitzungsabläufe und vielleicht auch ein Angebot der Kinderbetreuung während der Zeit der
Mandatswahrnehmung, damit auch junge Frauen und Männer eine Chance bekommen," sagt Ina Leukefeld.
Es bleibt zu hoffen, dass alle Parteien und Wählervertretungen, die in Suhl zu den Kommunalwahlen antreten werden, sich dafür einsetzen, möglichst viele Frauen für ihre Liste zu gewinnen. "Wie schwer das ist, erleben wir gerade jetzt auch als LINKE. Dennoch ist es wichtig, die Erfahrung, Kompetenz und die etwas andere Sicht auf Kommunalpolitik, die Frauen einbringen, auch in Suhl stärker zu nutzen, als sie nur den Männern, die seit vielen Jahren scheinbar "Profis" geworden sind, zu überlassen. Deshalb wollen wir auch unsere Veranstaltung "Stadträtinnen laden ein " am 8. März nutzen, um uns über dieses Anliegen auszutauschen und vielleicht gemeinsam spezielle Projekte ins Auge zu fassen. Konkrete Arbeit ist allemal besser für Frauen, als endloser Streit und ewig lange Sitzungen, bei denen manchmal nicht viel rauskommt.
Deshalb laden wir interessierte Frauen zu unserer Veranstaltung, die parteiübergreifend nun
schon zum 7. Mal stattfindet, sehr herzlich ein.

Quelle: http://www.die-linke-suhl.de/nc/presse/news/detail/artikel/-fd2c00ca34/