20. Februar 2014 Achim Nickel

Neues vom Hackschnitzel – BHKW

Auch vorweg, ich bin von der Richtigkeit der Installation dieser Anlagentechnik überzeugt. Auch aus dem Grund, dass es nicht genügt, von der Energiewende so zu sprechen, als wenn darunter nur der Atomausstieg oder die Nivellierung des EEG-Gesetzes gemeint sind. Hier schaffen wir ein Beispiel für Suhl und sein Umfeld - auch ohne auf die Gebietsreform unmittelbar einzugehen – örtliche Ressourcen für die Energiegewinnung einzusetzen.

Kurz die Darstellung eines Hackschnitzel-BHKW. Der Brennstoff wird aus Bunkern in einen Vortrocknungs-, bzw. Aufheizkessel mittels eines automatisch laufenden Schneckenförderers transportiert. Von dort gelangen die Hackschnitzel in den eigentlichen Reformer, wo das Holz (nicht verbrannt !!!) mit einer definierten Luftführung vergast wird. Holz brennt im eigentlichen Sinne nicht, sondern seine flüchtigen Bestandteile. In genannter Technologie werden alle Gasbestandteile so aufgespalten, dass im wesentliche kein CO2 mehr in die Luft geblasen wird. Das brennbare Holzgas wird in einem normalen Verbrennungsmotor gezündet, der über einen Generator Strom erzeugt und ihn in das Netz einspeist.

Die Motorhitze und die Abgase erwärmen über entsprechende Wärmetauscher einen Wasserkreislauf, der im Falle des o.g. Ortsteiles die Wärmeversorgung von 25 Häusern übernimmt. Die Gesamtfläche dieser Anlagentechnik beträgt ca. 30 m2. Eine Lärmbelästigung ist faktisch nicht vorhanden. Aus dem Gebäude führt ein Auspuffrohr, das ein Geräusch verursacht, welches an eine mit Standgas laufende Corvette erinnert.

Unsere in Suhl geplante Anlage wird eine elektrische Leistung von 45 KW und eine Wärmeleistung von 110 KW besitzen. Die Frage könnte natürlich gestellt werden, warum gerade eine Maschine der Fa. Spanner. Ganz einfach deshalb, weil von diesem Gerätetyp gegenwärtig weit über 200 Anlagen in Deutschland mit hohen Betriebszeiten laufen. Andere Hersteller schreiben meist nur einstellige Verkaufszahlen – also ein Argument von Produkt- und Verfahrenssicherheit. Ein weiteres Argument für die konzipierte Anlage: in Lauterhofen wurden in 26 Monaten in über 16.500 Betriebsstunden ca. 500.000 Kwh Strom  produziert.

Die Frage ist natürlich auch nach einer eventuellen Störanfälligkeit. Die Anlage ist so weit automatisiert, dass im Störfall gegebenenfalls die Anlage automatisch stoppt und ein Sachkundiger mit Handy verständigt wird, so dass kurzfristig das vorliegende Problem behoben werden kann. Planmäßige Wartungen werden selbst und auch mit Unterstützung des Herstellers Spanner durchgeführt.

Das Gebäude in Markt Lauterhofen ist im „ländlichen“ Stil errichtet. Herr Glück versichert, dass in Suhl ebenfalls ein Gebäudedesign gewählt wird, was sich der örtlichen Umgebung des Parkplatzes anpasst.