27. Dezember 2014

Nazistische Schmiererei an Wahlkreisbüro Haskala in Saalfeld

Wie die Landtagsabgeordnete Katharina König mitteilt, wurde heute Früh festgestellt, dass ihr Jugend- und Wahlkreisbüro Haskala in Saalfeld mit einem Hakenkreuz beschmiert wurde. Die Polizei ist informiert und die Abgeordnete erstattet Anzeige.

Die durch ihr Engagement gegen Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus bekannte Landespolitikerin, die sich gegenwärtig erneut auf eine Freundschaftsreise nach Israel begibt, verweist darauf, dass dieser Übergriff bereits der Dritte in den vergangenen sechs Wochen ist. Am 14. November und am 1. Dezember waren die großen Schaufensterscheiben ihres Saalfelder Büros mit Signalfarbe und Parolen, wie „Terroristenfreunde“ und „Judenfeinde“ – und das ausgerechnet am Haskala, das für die jüdische Bewegung der Aufklärung steht – beschmiert worden. Das Hakenkreuz wurde offenbar mit einem Edding-Stift angebracht.

Katharina König betont: „Wir lassen uns natürlich nicht einschüchtern, ist es doch notwendiger denn je, klare Haltung zu beziehen und Nazis, Rechtspopulisten und Menschenfeinde jeglicher Couleur zu entlarven.“ Daran änderten auch solche Bedrohungen nichts, so die Abgeordnete, deren Saalfelder Büro im vergangenen Jahr mehrfach mit Naziparolen beschmiert und beklebt wurde, dessen Scheiben auch eingeworfen wurden. Im Landtagswahlkampf war sie in Saalfeld direkt durch eine Gruppe von Neonazis und Rockern bedroht worden.