29. April 2014

Thüringen braucht vernünftig finanzierte Hochschulen und keine faulen Kompromisse

Die Einigung von Thüringer Finanz- und Wissenschaftsministerium zur Hochschulfinanzierung bezeichnet Susanne Hennig-Wellsow, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion und LINKE-Landesvorsitzende, als "faulen Kompromiss". Schließlich seien die bisher geforderten vier Prozent Mittelzuwachs bereits das Minimum gewesen.

Die Ein-Prozent-Steigerung fange schon allein die zehnprozentigen Mehrkosten der Hochschulen infolge der mit der Landesregierung abgeschlossenen Rahmenvereinbarung III nicht auf, sagt Frau Hennig-Wellsow und betont: "Ziel der Landesregierung muss es sein, Planungssicherheit zu schaffen und nicht durch fehlende Finanzierung weitere Personalstellen zu gefährden."

"Darüber hinaus fehlt noch immer jede Spur einer Hochschulentwicklungsplanung. Wie kann man eine Finanzierung festlegen, wenn noch nicht einmal feststeht, welche Entwicklungsschwerpunkte gesetzt werden sollen", fragt die LINKE-Politikerin. Sie verweist auf die Zahlen der GEW zur Unterfinanzierung der Hochschulen und fordert die Landesregierung auf, "schlechte Beruhigungsversuche vor der Wahl auf Kosten der Beschäftigten und zulasten von Forschung und Lehre zu unterlassen. Sie gefährden die soziale und demokratische Hochschule und führen zu noch mehr prekären Beschäftigungsverhältnissen an den Universitäten und Fachhochschulen."