31. Juli 2013

Mehr Unterstützung für Langzeitarbeitslose notwendig

Zu den heute veröffentlichten Erwerbslosenzahlen erklärt Ina Leukefeld, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag: "Die Stagnation der Arbeitslosenzahlen ist nicht das einzige Zeichen, das den Beginn eines drohenden Abschwungs ankündigt. Die Bundesregierung versucht sich noch über den Wahlherbst zu retten, ehe ihre europäische Austeritätspolitik als Bumerang in Deutschland zurückschlägt."

Insbesondere die wenig beachtete Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit weise deutlich darauf hin, dass sich die Kehrtwende am Thüringer Arbeitsmarkt bereits vollzieht: "Seit Januar 2013 ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen in Thüringen um vier Prozent angestiegen. Inzwischen ist wieder mehr als jeder Dritte länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet. Statt, wie vom Bundesrechnungshof der Bundesagentur für Arbeit bescheinigt, möglichst zügig nur Bestqualifizierte in Arbeit zu bringen und alle anderen zur Manipulation der Statistiken in Maßnahmen zu verbringen, müssen sich Agenturen und Jobcenter endlich wieder den Problemen langzeitarbeitsloser Menschen widmen. Auch die Landesregierung sollte hier noch mal im Rahmen des Landesarbeitsmarktprogrammes nachsteuern", verlangt die Arbeitsmarktpolitikerin.

"DIE LINKE wird sich nicht auf formellen Gut-Wetter-Zahlen ausruhen. Wir kämpfen auch weiterhin für gleiche Chancen für alle von Erwerbslosigkeit Betroffenen. Dafür haben wir zahlreiche Vorschläge vorgelegt, wie etwa das Budget für Arbeit zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung oder auch unser Projekt des Öffentlichen Beschäftigungssektors zur Unterstützung von Menschen mit Vermittlungshemmnissen", erläutert Ina Leukefeld abschließend.