31. Oktober 2012

Bodo Ramelow: Großer Schritt für die jüdische Theologie in Deutschland vollzogen

„Ein großer Schritt für die jüdische Theologie in Deutschland ist in Brandenburg erfolgreich vollzogen worden. Mit den Entscheidungen der Koalitionsfraktionen SPD und LINKE in Brandenburg für den Landeshaushalt ist mit der finanziellen Absicherung und Einführung eines Studienganges Jüdische Theologie an der Uni Potsdam ein weiterer großer Baustein für das jüdische Leben in Deutschland nach der Shoa erfolgreich gelegt worden“, so der LINKE Politiker Bodo Ramelow.

Das Abrahm Geiger Kolleg an der Universität Potsdam hat ja schon erfolgreich die Ausbildung von Rabbinern und Kantoren weit gedeihen lassen. Jetzt geht an der Uni Potsdam mit der Gründung der ersten jüdisch-theologischen Einrichtung an einer Universität in Deutschland ein lange gehegter Traum in Erfüllung, so Ramelow weiter.

Auch die Finanzierung der notwendigen Professorenstellen ist jetzt nachhaltig gesichert. Mit fünf Professuren nimmt die geplante Schule für Jüdische Theologie an der Universität Fahrt auf. Damit werden die Empfehlungen des Wissenschaftsrates von Bund und Ländern zur Gleichstellung der verschiedenen Theologien aufgegriffen, und mit der Jüdischen Theologie wird ein weiterer Meilenstein gesetzt. In Zukunft werden an der Schule für Jüdische Theologie in Potsdam liberale und konservative Rabbiner auf der Basis von Hochschulabschlüssen ausgebildet.

Bodo Ramelow, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Thüringer Landtag, freut sich, dass nun seinen Brandenburger Kollegen der Durchbruch gelungen ist. Er selbst hätte es natürlich auch gern gesehen, wenn das Abraham Geiger Kolleg die Einladung nach Erfurt angenommen hätte. „Jetzt, da der Weg in Brandenburg für die nächsten Jahre geebnet ist und ein wichtiger Meilenstein abgesichert, ist es trotzdem ein sehr guter Schritt gerade für das jüdische Leben in Deutschland“, betont Ramelow. Er hebt als besonders positiv hervor, dass bei der Kantorenausbildung neben Potsdam das zweite Standbein die Musikhochschule Weimar sein wird.

„Als Stiftungsratsmitglied des Abraham Geiger Kollegs ist es mir aber auch wichtig, Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht für ihre Initiative zu danken. Eine besondere Ehre wird es für Erfurt sein, wenn im Frühjahr die Vierte Ordinierung von Rabbinern nach der Shoa in Thüringen stattfinden wird. Zur Aufnahme der Kantorenausbildung ist auch ein großes Kantorenkonzert in Vorbereitung. Brandenburg und Thüringen werden in Bezug auf jüdische Theologie gemeinsam gute und weitere Schritte gehen“, davon ist Bodo Ramelow überzeugt.