27. Juli 2012

Eisenach zeigt Flagge gegen Neonazis

"Es ist gut, dass so viele Menschen heute in Eisenach deutlich gemacht haben, dass Kundgebungen von Neonazis keine hinzunehmende Normalität sind und braune Umtriebe auf Straßen und Plätzen in Eisenach und anderswo keinen Platz haben", sagt Bodo Ramelow, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, nachdem in der Wartburgstadt eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgen an einem Ökumenischen Friedensgebet teilgenommen haben.
 
Das gemeinsame Friedensgebet und die anschließende Menschenkette war eine Reaktion auf eine NPD-Aktion gegen einen muslimischen Gebetsraum in Eisenach. Die Oberbürgermeisterin Katja Wolf hatte zwar den NPD-Aufmarsch verboten, war damit aber vor dem Verwaltungsgericht gescheitert.
 
Mit Blick auf die in wenigen Tagen bevorstehende Verleihung der Ehrenbürgerwürde durch die Stadt Eisenach an die heute in Israel lebende Jüdin Avital Ben-Chorin sagt Bodo Ramelow: "Die menschenverachtenden Gräueltaten der Nazis und ihre Verbrechen auch an den in Eisenach geborenen Juden ist eine Mahnung an alle Demokraten, sich braunen Überzeugungen an allen Stellen der Gesellschaft in den Weg zu stellen. Es ist gut, dass heute ein kraftvolles Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit sowie menschenfeindliche und rassistische Ideologie gesetzt wurde!"