31. Oktober 2011

Weltnaturerbe Hainich angemessen ausstatten!

Neben vier weiteren Buchenwaldgebieten in Deutschland wurde der Hainich am 25. Juni von der UNESCO zum Weltnaturerbe ausgewählt. Als „unangemessen zurückhaltend“ kritisiert Katja Wolf, Sprecherin für Umweltpolitik der Fraktion DIE LINKE, die verhaltene Reaktion der Landesregierung und damit die unterlassene gebührende Würdigung dieses bedeutsamen Ereignisses. Auch von einer angemessenen finanziellen und personellen Ausstattung könne nicht die Rede sein. Katja Wolf fordert, dass die eigentlich vorgesehenen Personalstellen auch besetzt werden. Dazu müssten mindestens weitere fünf Stellen umgehend besetzt werden.

Völlig unverständlich sei für sie, warum kaum ein anerkennendes Wort von der Landesregierung, geschweige eine dem Ereignis angemessene Würdigung, vernehmbar sei.
„Aus meiner Sicht reicht das Schalten einer Internetseite bei Weitem nicht. Dass der Hainich Weltnaturerbe ist, muss doch für die Menschen hierzulande, aber auch überregional, erlebbar gemacht werden“, so die Abgeordnete der LINKEN weiter.
Als „richtigen Schritt“ wertet Frau Wolf, dass im Zuge der kürzlich abgeschlossenen Forstreform die Verwaltung des Hainich nicht mit in die Anstalt des öffentlichen Rechts „ThüringenForst“ übergegangen ist und unter der Ägide des Landes bleiben wird.
Überzeugt ist die Umweltpolitikerin aber auch von der Notwendigkeit einer angemessenen personellen und finanziellen Ausstattung des Nationalparks, um die vielen Aufgaben im Naturschutz, in der Umweltbildung und regionalen Entwicklung erfüllen zu können. Aus diesem Grund hat DIE LINKE eine parlamentarische Anfrage eingereicht, um „endlich umfassende Auskunft von der Landesregierung zu bekommen, welchen Stellenwert sie dem Hainich eigentlich einräumt“, so die Abgeordnete abschließend.