28. Januar 2016

Ehrung von Karl und Rosa im Suhler Stadtpark

Wenige Tage nach der blutigen Niederschlagung des Januaraufstands verhafteten am 15. Januar 1919 in Berlin Freikorpssoldaten der Garde-Kavallerie-Schützen-Division die untergetauchten Führer des Spartakusbundes, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.. Sie verschleppten die beiden Köpfe der revolutionären Bewegung in das Hauptquartier des Freikorps im Hotel Eden und verhörten sie dort unter schweren Mißhandlungen. Anschließend erschossen sie Liebknecht im Tiergarten mit drei Schüssen aus nächster Nähe. Luxemburg wurde ebenfalls von ihren Bewachern heimtückisch ermordet. Ihre Leiche warfen sie in den Landwehrkanal, wo sie erst Ende Mai 1919 gefunden wurde.

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg - diese Aussage ist angesichts der gegenwärtigen Ereignisse in der Welt aktueller denn je. So fanden auch junge Leute den Weg in den Suhler Stadtpark. Die junge Gymnasiastin Marie Müller fasste die Gedanken und Sorgen ihrer Generation in einer kleinen Rede zusammen und begründete, warum Karl und Rosa auch für sie nach wie vor Vorbilder im Ringen um eine bessere Welt sind.

Erinnern wir uns der Worte Rosa Luxemburgs: »Einigkeit macht stark, aber Einigkeit der festen inneren Überzeugung, nicht äußere mechanische Zusammenkopplung von Elementen, die innerlich auseinanderstreben. Nicht in der Zahl liegt die Kraft, sondern in dem Geiste, in der Klarheit, in der Tatkraft, die uns beseelt.«